Das Rudolstadt Festival zeichnet mit dem Weltmusikpreis RUTH in diesem Jahr die Berliner Songschreiberin Dota Kehr aus. Der Preis würdigt ihre Vertonungen von Gedichten in ihrem Mascha Kaléko Programm „In der fernsten der Fernen“.
Die Jury feiert besonders, wie Dota Kehr den ironisch-zärtlichen und oft melancholischen Ton von Kalékos Großstadt-Lyrik der 1920er in Musik übersetzt hat – so stimmig, als wären Text und Sound schon immer zusammen gedacht gewesen.
Dota Kehr, die Anfang der 2000er als „Die Kleingeldprinzessin“ bekannt wurde und seit 2013 mit ihrer Band unter dem Namen unterwegs ist, hat auch international gearbeitet -unter anderem in Brasilien mit Musikern wie Chico César und Danilo Guilherme.
Bild: Dota beim Rudolstadt Festival 2012
Das Preisgeld der RUTH will sie spenden: je zur Hälfte an Ärzte ohne Grenzen und an Danilo Guilherme, um dessen Behandlungskosten für seine ALS-Erkrankung zu unterstützen.
Die RUTH wird seit 2002 jährlich beim Rudolstadt Festival verliehen und ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. 2025 ging der Preis u. a. an Ezékiel Wendtoin Nikiema (alias Ezé) und Sigrid Doberenz. Frühere Preisträger:innen waren etwa Projekte wie „Silent Tears. The Last Yiddish Tango“, Cymin Samawatie, die Band Folkländer, den Humba e.V. Köln oder Songwriter wie Stefan Stoppok oder Funny van Dannen.
Das Rudolstadt-Festival selbst findet 2026 vom 2. bis 5. Juli statt. Dota Kehr spielt ihr RUTH-Konzert am Sonntag (5. Juli) im Heinepark.
Insgesamt sind rund 300 Veranstaltungen geplant mit Acts aus über 30 Ländern, Workshops, Diskussionen und großem Kinderprogramm. Länderschwerpunkt ist diesmal Österreich.

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